• 27/11/2015

    Agenturen im Aufbruch! Nur wohin? Agentur-Barcamp 28./29.01.2016

     

    Agenturen aller Größenordnungen und Ausprägungen sind derzeit unterwegs in eine neue Ära. Immer schneller, am liebsten disruptiv und zwangsweise digital. Sie suchen nach neuen Erlösmodellen, nach geschärften Positionierungen, verändern ihre Leistungen und erweitern ihr Know-how. Viele haben die Neuorientierung abgeschlossen. Viele irren noch durch Innovationsstürme. Viele werden an neuen Geschäftsmodellen scheitern.

    Nie waren die Möglichkeiten für Agenturen zur Differenzierung größer als heute

    Produktfluten ohne Ende, technische Innovationen, Digitalisierung, Medienvielfalt, Netzwerke und, und… Viele Agenturen nutzen diese Vielfalt und benennen Unterschiede, die auch Unterschiede machen für Kunden. Sie sind einfallsreich und mutig. Ich bin immer wieder überrascht und begeistert von der entstehenden Vielfalt, der Kreativität und der unternehmerischen Kraft der Agenturinhaber. Im direkten Tun führen sie die oft pessimistischen Kommentare der Branchenlautsprecher ad absurdum.

    Aber auf Websites von Agenturen findet sich auch das Gegenteil. Viel Mainstream, viele Wiederholungen, viele Spezialisierungen ohne Relevanz, Breite statt Pointierung, Fullservice in Vollendung. Da fehlt einigen doch der Mut zu klaren Aussagen und zur Konzentration.

    Drei grundsätzliche Strategien zwischen Verändern und Bewahren

    Mir begegnen drei grundsätzliche Strategien (natürlich mit diversen Zwischenstufen), wie Agenturinhaber mit der enormen Dynamik und Komplexität des Marktes umgehen.

    Strategie Mut! Könnte auch Klarheit, Konzentration, Erneuerung o.ä. heißen. Bedeutet z.B. sich konzentrieren, völlig neue Zielgruppen erschließen, intelligente Leistungskombination, konsequente digitale Transformation, agile Organisation und Prozesse, mehr Verantwortung auf mehr Mitarbeiter verteilen, Aufnahme weiterer Gesellschafter, weitgehende Kooperationen. Dazu gibt es phantastische Beispiele.

    Strategie Alles! Oder zumindest Vieles. Leicht zu erkennen an der Begriffsvielfalt auf der jeweiligen Homepage. Da werden Branchen, Kanäle und Buzzwords aneinandergereiht. 360 Grad, Markenführung, Social Media, Apps, Shops, digital natürlich, Content Marketing und Storytelling, Native and Programmatic Advertising, natürlich Big Data gestützt und aufgrund einer klaren Strategie und hoch kreativ. Events gibt es auch. Die allgemeingültig formulierte Positionierung bildet den Rahmen.

    Strategie Abwarten! Und dann gibt es die zögerlichen und verunsicherten Inhaber. Sie versuchen ihr immer unattraktiver werdendes Geschäftsmodell in die Zukunft zu verlängern. Verständlich bei Inhabern, deren Ziel Ausstieg heißt. Wird dann zum Drama, wenn sich jüngere Gesellschafter nicht durchsetzten können bzw. aufgrund der Kapitalverteilung ausgebremst werden.

    Agenturen im Aufbruch! Nur wohin?  

    Am 28./29.01.2016 treffen sich zum 1. Agentur-Barcamp in Frankfurt  rund 100 Inhaber, Manager, Spezialisten und Querdenker aus Agenturen aus ganz Deutschland. Agenturen in unterschiedlichen Größen und Positionierungen. Zwei Tage geht es um Strategien zwischen Mut und Abwarten. Ideen, Innovationen und offene Fragen treffen auf vielfältige Erfahrungen und erfolgreiche Transformationen. Ein guter Platz um auch die eigene Rolle im Veränderungsspiel zu hinterfragen und ggf. neu zu justieren. Motor oder Bremse, Attraktion oder Engpass?

    Barcamps, auch „Unkonferenz“ genannt, sind ein faszinierendes, dynamisches Veranstaltungsformat. Keine Standardreferate, keine Keyspeaker, keine Folienschlachten. Während herkömmlich Referenten gebucht werden, gibt es auf Barcamps nur Teilnehmer. Diese stellen am Morgen des Veranstaltungstags spontan ein gemeinsames Programm auf, wobei alle Anwesenden eingebunden werden. In dieser so genannten Sessionplanung werden Vorträge angekündigt, Diskussionen vereinbart und Workshops angeboten. Für das Agentur-Barcamp heißt das 30 – 40 verschiedene Sessions an einem Tag.

    Mehr Teilnehmerorientierung geht nicht!

     

     

     

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